Workshop: Literaturverwaltungsprogramme

Als LiteraturwissenschafterIn liest man nicht nur wesentlich mehr Bücher als Andere, sondern man muss sie ständig in Bibliographien erfassen, aus ihnen zitieren, in Verbindung zu anderen bringen und vor allem erstmal suchen. Dies kann fast genau so viel Zeit beanspruchen, wie sie zu lesen. Schneller geht das alles mit der Unterstützung von Software und so bleibt wieder mehr Zeit für das Lesen.

Trotz dieser essentiellen Erleichterung der Forschungsarbeit und dem Umgang mit Literatur findet sich keine Schulung der Programme in unseren Lehrplänen. Die einzigen zwei Kurse im ZID sind kostenpflichtig, stets ausgebucht und nicht für FreeWare. Seltsam ist auch, dass diese das erste Mal von einem Lehrbeauftragten in einem Seminar – also am Ende meines Studiums – erwähnt wurden. Ich hatte schieres Glück schon vor vier Jahren über meinen Freund darauf gestoßen zu sein.
Die Relevanz dieser Programme wurde mir jedes Mal bewusst, wenn ich in Gesprächen mit StudienkollegInnen bemerkte wieviel Zeit und Mühe es kostet alles händisch zu machen, was ich mit ein paar Klicks erledige. Durch diesen Austausch weckte ich oft auch reges Interesse bei meinen KommilitonInnen. Einige begannen ebenfalls eine Software zu verwenden und baten mich um meine Hilfe. Daraufhin beschloss ich, wenn ich meinen FreundInnen helfe, kann ich auch gleich einen Workshop organisieren und anderen ebenfalls das Leben leichter machen…
Letzten Freitag war nun das erste Treffen meines Workshops. Jetzt bin ich vollständig überzeugt von der Wichtigkeit dieser kleinen Helfer für die Literaturwissenschaft. Anfangs war ich noch skeptisch, ob jemand überhaupt Interesse für einen Workshop über Literaturverwaltungsprogramme habe. Doch als eine Anmeldungswelle meine Mailbox flutete, ich noch eine zweite Gruppe formen musste und einen Email-Verteiler einrichtete, war jegliche Skepsis verschwunden. 60 StudentInnen ohne große Werbung und schon beim ersten Versuch beweisen eine Nachfrage für ein bisher nicht bestehendes Angebot. Dieses Angebot an Kursen für LVP sollte eigentlich nicht nur von den StudentInnen ausgehen, sondern von den Instituten selbst. Auch wenn ganze Pflichtkurse dafür nicht notwendig wären, wären Tutorials oder die Integration in eine der einführenden Recherche-Lehrveranstaltungen (wiss.Arbeiten) sinnvoll.
Zurück zu meinem Workshop: In drei Einheiten erlernen wir nun gemeinsam das Arbeiten mit einem LVP (Endnote, Citavi, JabRef, BibDesk, Zotero).
Hier sind die Präsentationen:
erste Schritte
die unendliche Liste
getting connected

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